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Mutter's Bester Tropfen
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Facebook / Mutters Bester Tropfen Mutter's kleines Kräuterlexikon
... für den Hausgebrauch
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Die hier gegebenen Informationen verstehen wir als einen kurzen Einblick für all jene, die interessiert sind an Wirkung und Gebrauch verschiedener ethnobotanischer Pflanzen. Teilweise wird dabei Bezug genommen auf medizinische Aspekte aus unserem und aus anderen Kulturkreisen.

Dabei sei ausdrücklich betont, dass nichts davon als Anleitung zum praktischen Handeln verstanden werden darf. Es geht, wie oben gesagt, lediglich um ein sehr kurzes und somit natürlich an keiner Stelle vollständiges Wissen von diversen Pflanzen und Ähnlichem.

Bei einem tiefergehenden Interesse, vor allem im Umgang mit den hier beschriebenen Pflanzen, raten wir eindringlichst zum Studium einschlägiger Literatur.
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Andorn ^ Auswahl
(Mauerandorn, Weißer Dorant)

Diese bis zu 60 cm hohe Pflanze mit einem vierkantigen, hohlen, dicht filzig behaarten Stängel besitzt im unteren Teil lang gestielte, 3 cm lange Blätter mit rundlicher bis elliptischer Form. Die Blätter sind am Rand kerbig gezähnt und nur an der Unterseite filzig behaart. Die Blätter werden mit zunehmender Höhe kurzstieliger und kleiner. Dichtgedrängte weiße Blüten stehen in den oberen Blattachsen.

Wirkung
Marrubinsäure wirkt choleretisch (die Gallenabsonderung in den Leberzellen anregend).

Nebenwirkung
Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen. Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit; dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen; Katarrhe der Luftwege.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge, Frischpflanzenpresssaft sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise

Wirkstoff/Droge
Andornkraut, bestehend aus den frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen, sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Bitter- und Gerbstoffe.









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Angelika ^ Auswahl
(Engelwurz, Heiligenwurz, Zahnwurz, Brustwurz, Engelskraut, Heilige-Geist-Wurzel)

Diese bis zu 2 m hohe, kahle, aromatisch riechende Pflanze aus der Familie der Doldengewächse besitzt eine rübenförmige, rotbraune Wurzel mit gelblichem Milchsaft. Der aufrechte, rotbraune, markig-röhrige Stängel kann am Grund bis armdick sein und ist oben ästig verzweigt. Die dreifach-fiederschnittigen Grundblätter sind 60-90 cm lang und besitzen einen langen, stielrund-röhrigen Stiel. Ihre Abschnitte letzter Ordnung sind eiförmig bis lanzettlich, 5-8 cm lang, gezähnt und laufen in eine große, weiße Stachelspitze hinaus. Die grünlichen Blüten stehen in bis zu 15 cm breiten, 20-40 strahligen, halbkugelig gewölbten Doppeldolden, auf langem, an der Spitze zottig-flaumigem Stiel. Sie besitzen zahlreiche, linealische Hüllchenblätter, die Hüllblätter fehlen. Die elliptischen Kronblätter sind 1-1,5 cm lang und werden von den Staubblättern weit überragt. Die warzenförmigen Griffel sind zur Blütezeit kürzer als das flache Griffelpolster. Die 5-8 mm lange, blassgelbe Frucht ist breit-elliptisch, mit 3 deutlichen Rückenrippen und flügelartigen Randrippen.

Wirkung
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), cholagog (galletreibend), blutreinigend, Magen stärkend, Harn fördernd und Schweiß treibend. Sie fördert die Magensaftsekretion.

Nebenwirkung
Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen. Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl, Blähungen. Art der Anwendung Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
In großen Dosen kann das ätherische Öl toxisch wirken.

Wirkstoff/Droge
Angelikawurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcken sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl, Cumarin und Cumarinderivate.









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(Arnis, Eins, Ems)

Die einjährige, 50 cm hohe, Anispflanze aus der Familie der Doldengewächse ist in allen Teilen behaart und hat den bekannten Anisgeruch. Der aufrechte Stängel ist stielrund, gerillt und oben verästelt. Die unteren, ungeteilten, lang gestielten Laubblätter weisen eine rundlich-nierenförmige Blattspreite auf und sind am Blattrand gezähnt. Die oberen Blätter sind dreilappig. Sie sind nur kurz gestielt, manchmal sitzend. Die weißen Blüten stehen an den Haupt- und Seitensprossen in mittelgroßen, lockeren, fünf- bis fünfzehnstrahligen Doppeldolden. Die Hüllblätter fehlen, Hüllchenblätter sind selten vorhanden und fädlich. Die 1,5 mm langen Kronblätter sind kurzborstig behaart und besitzen einen lang eingeschlagenen Zipfel. Die Blüte hat fünf Staubblätter und eine zweisamige, eiförmige Spaltfrucht, die mit dem Griffelpolster etwa 3-5 mm lang ist. Bei der Reife verfärbt sie sich grau-bräunlich, und die helleren, meist mehr als fünf Hauptrippen treten kantig hervor. Die Teilfrüchte trennen sich erst spät, und sind schwer voneinander lösbar.

Wirkung
Die Droge wirkt expektorierend (auswurffördernd), schwach spasmolytisch (krampflösend), antibakteriell, appetit- und verdauungsanregend.

Nebenwirkung
Gelegentlich allergische Reaktionen der Haut, der Atemwege und des Gastrointestinaltraktes (funktionelle Einheit von Magen und Darm).

Anwendungsgebiete
Innere Anwendung bei dyspeptischen (Verdauungs-) Beschwerden, innere und äußere Anwendung bei Katarrhen (Schleimhautentzündungen) der Luftwege.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Aufgüsse, sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen oder Inhalieren.

Gegenanzeigen
Allergie gegen Anis und Anethol.
Es ist nur der echte Anis (Pimpinella anisum L.) zu verwenden, dieser kann leicht mit dem giftigen Schierling (Conium maculatum L.) verwechselt werden.

Wirkstoff/Droge
Anis, bestehend aus den getrockneten Früchten sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl.









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Baldrian ^ Auswahl
(Katzenkraut, Katzenwurzel, Tannmark, Hexenkraut, Ballerjan, Boldrian, Tollerjan, Viehkraut, St.Georgen-Kraut, Mondwurz)

Der Echte Baldrian ist eine 1,8 m hohe Pflanze aus der Familie der Baldriangewächse, hat einen aufrechten, gefurchten, schwach behaarten Stängel und gegenständige, unpaarig gefiederte Blätter. Die Grundblätter sind relativ groß. Die Stängelblätter werden nach oben hin kleiner. Die unteren Stängelblätter sind gestielt und behaart, die oberen sind kahl und sitzen dem Stängel an. Der endständige, mehrfach dreistrahlige Blütenstand ist doldenartig und besitzt zahlreiche, gestielte Blüten. Die Krone der Einzelblüten ist 3-6 mm lang, rosa bis weißlich, unten röhrenförmig, oben trichterförmig und besteht aus 5 miteinander verwachsenen Kronblättern, deren Zipfel frei sind. Der Blütenkelch besteht aus 5 kleinen nach innen umgerollten Zipfeln, die beim Reifen der Früchte zum Pappus auswachsen. Die einsamige, nussähnliche Frucht entwickelt sich aus dem unterständigen Fruchtknoten.

Wirkung
Baldrian wirkt beruhigend und die Schlafbereitschaft fördernd. Baldrian ist ein Sedativum, das die Reflexerregbarkeit herabsetzt und sedativ auf das Zentralnervensystem wirkt. Verwendet wird die Wurzel, Radix Valerianae.

Nebenwirkung

Anwendungsgebiete
Unruhezustände, nervös bedingte Einschlafstörungen.

Art der Anwendung
Als Pflanzenpreßsaft, Tinktur, Extrakt oder andere galenische Zubereitungen (innerlich), oder als Badezusatz (äußerlich).

Besondere Hinweise

Wirkstoff/Droge
Baldrianwurzel, bestehend aus den unterirdischen frischen oder unterhalb 40 Grad Celsius sorgfältig getrockneten Pflanzenteilen der Sammelart Valeriana officinalis LINNÉ, sowie ihre Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Wurzeln enthalten ätherisches Öl und Valerensäuren.


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Beifuß ^ Auswahl
(Geißbart, St.-Johanns-Kraut, Besenkraut, Wilder Wermut, Gänsekraut, Gänskraut, Jungfernkraut, Roter Bock, Weißer Bock, Beipes, Biwes, Magert, Stabkraut)

Der Gemeine Beifuss aus der Familie der Korbblütler ist eine 1,3 m hohe Pflanze. Die aufrechten Stängel sind kantig, schwach behaart und meist reich verzweigt. Die Laubblätter sind oberseits grün, unterseits weiß- bis graufilzig behaart. Die unteren Blätter sind bis zu 10 cm lang, gestielt, 1-2fach fiederteilig, mit lanzettlichen, spitzen, ganzrandigen oder wenigzähnigen 3-6 mm breiten Abschnitten. Die 3-4 mm langen Blütenköpfchen stehen zahlreich in einer reich verzweigten, von lanzettlichen Hochblättern durchblätterten Rispe. Sie sind eiförmig, kurz gestielt und stehen aufrecht. Die zweireihige Blütenhülle der Einzelblüte ist aus schuppenförmigen, hautrandigen, grauweißen Blättchen, die mehr oder weniger filzig sind und sich schindelartig abdecken. Die äußeren sind kurz, lanzettlich und spitz, die inneren größer, länglich und stumpf. Die die Hülle wenig überragenden Blüten sind gelblich oder rotbraun. Sie stehen auf einem kegelförmigen, nackten Blütenboden. Die Früchtchen sind sehr klein, graubraun und fein gestreift.

Wirkung
Die Droge wirkt appetitanregend (Anregung der Magensaftsekretion), verdauungsfördernd, krampflösend und schweißtreibend. Beifuss ist in seiner heilenden Wirkung dem Wermut vergleichbar, insgesamt jedoch etwas schwächer. Die Volksmedizin empfiehlt Beifuss auch als Einschlafmittel, bei Frauenleiden und bei Nervenkrankheiten.

Anwendungsgebiete
Zur Appetitanregung bei anazider (fehlende Salzsäure im Magensaft) und subazider (vermindert säurehaltiger Magensaft) Gastritis (Magenschleimhautentzündung, Magenkatarrh) bzw. dyspeptischen (Verdauungs-) Beschwerden.

Besondere Hinweise
Schwangere sollten auf eine Anwendung verzichten.

Wirkstoff/Droge
Artemisia vulgaris enthält ätherisches Öl, außerdem sind enthalten: Flavonoide, Cumarine und Sesquiterpenlactone als Bitterstoffe.









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Benediktenkraut ^ Auswahl
Benediktenkraut / Kräuterlikör "Mutters Bester Tropfen" Das Benediktenkraut (Centaurea benedicta (L.) L.), auch Kardobenedikte, Benediktendistel, Benediktenwurz, Bitterdistel, Bernhardinerwurzel, Bornwurz oder Natter(n)kraut genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Flockenblumen (Centaurea) in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Wirkung
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), cholagog (galletreibend), blutreinigend, Magen stärkend, Harn fördernd und Schweiß treibend. Sie fördert die Magensaftsekretion.

Nebenwirkung
Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen. Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl, Blähungen.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
In großen Dosen kann das ätherische Öl toxisch wirken.

Wirkstoff/Droge
Angelikawurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcken sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl, Cumarin und Cumarinderivate.









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Bitterklee ^ Auswahl
Bitterklee / Kräuterlikör "Mutters Bester Tropfen" Der Fieberklee oder Bitterklee (Menyanthes trifoliata) ist die einzige Art der monotypischen Gattung Menyanthes in der Familie der Fieberkleegewächse (Menyanthaceae). Ihren botanischen Namen (von griechisch: „dreiblättige Monatsblüte“) erhielt die Art wegen ihrer typischen drei Teilblätter und wegen der früher verbreiteten Annahme, die Pflanzen würden nur für einen Monat im Jahr blühen.

Wirkung
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), cholagog (galletreibend), blutreinigend, Magen stärkend, Harn fördernd und Schweiß treibend. Sie fördert die Magensaftsekretion.

Nebenwirkung
Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen. Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl, Blähungen.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
In großen Dosen kann das ätherische Öl toxisch wirken.

Wirkstoff/Droge
Angelikawurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcken sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl, Cumarin und Cumarinderivate.









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Blasentang ^ Auswahl
Braunalge der atlantischen Küstengebiete. Die frische Alge ist ein glitschiges, etwa 1 m langes, 2-4 cm breites Band, an dessen Mittellinie sich braune mit Luft gefüllte Blasen befinden, die der Alge ihren Namen gaben. Sie dienen der Alge als Schwimmkörper. Bevor die natürlichen Jodsalze entdeckt worden waren, diente der Blasentang der Jodgewinnung. Neben Jod enthält Blasentang alle im Meer vorkommenden Mineralstoffe und Spurenelemente, Schleimstoffe und Zucker.

Blasentang wird mit der Brandung an die Küste gespült und kann das ganze Jahr über gesammelt werden.

Der hohe Gehalt an Jod wird verwendet, um Adipositas (Fettsucht) zu behandeln. Dazu wird Blasentang zusammen mit Geschmackskorrigentien als Tee verordnet. Die Geschmacksmittel sind nötig, da viele Menschen den Algengeschmack als unangenehm empfinden.
Befürchtungen, dass die Anregung der Schilddrüse durch den Blasentang zu Schilddrüsenproblemen führen könnten, dürften aus der Luft gegriffen sein, wenn man sich einmal den großen Verbrauch an Algen in asiatischen Ländern vor Augen führt. Allerdings sollte man Blasentang nicht anwenden bei bestehender Schilddrüsenüberfunktion.









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Brennessel ^ Auswahl
(Nessel, Hanfnessel, Donnernettel, Donnernessel, Saunessel, Sengnessel, Große Nedeln, Zingel, Tissel)

Die Große Brennnessel aus der Familie der Brennnesselgewächse ist eine bis 1,50 m hohe, ausdauernde Staude mit Brennhaaren an Sprossen und Laubblättern. Diese enthalten einen schlangengiftähnlichen Stoff, der bei Berührung ein unangenehmes Brennen hervorruft. Aus dem weit verzweigten unterirdischen Wurzelstock treiben im Frühling aufrechte, unverzweigte, vierkantige Laubsprosse aus. Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind gezähnt, eiförmig, am Grund herzförmig und vorne lang zugespitzt. An der Basis haben sie jeweils zwei schmal linealische Nebenblätter. Die rispenartigen Blütenstände mit den lang gestielten Blüten stehen in den Blattachseln im oberen Teil der Sprosse und sind länger als die Blattstiele. Die Blüten besitzen jeweils 4 Blütenhüllblätter. Jede Pflanze hat entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten. Die männlichen Blüten stehen steif ab, entwickeln nur kurze Seitenzweige und besitzen 4 Staubblätter und einen zurückgebildeten, unfruchtbaren Fruchtknoten. Die weiblichen Blüten hängen herab, bilden lange Seitenzweige und besitzen einen einfächrigen Fruchtknoten. Nach der durch den Wind erfolgenden Bestäubung entwickelt sich daraus ein einsamiges Nüsschen. Die einjährige Kleine Brennnessel (fehlender Wurzelstock)wird nur bis zu 60 cm hoch. Sie bildet männliche und weibliche Blüten am selben Blütenstand aus.

Wirkung
Die Droge wirkt leicht diuretisch (harntreibend). Extrakte der Wurzel sind seit einiger Zeit als "Prostatamittel" im Gespräch, die die Symptome in den Anfangsstadien (I und II) einer gutartigen Prostatavergrößerung zu bessern vermögen: Erhöhung des Blasenfüllvolumens und des maximalen Harnflusses, Erniedrigung der Restharnmenge. Die in der Volksmedizin genannte antirheumatische Wirkung ist nicht ausreichend belegt.

Nebenwirkung
Gelegentlich treten leichte Magen-Darm-Beschwerden auf.

Anwendungsgebiete
Brennnesselkraut und -blätter dienen zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden (Einnahme und äußere Anwendung). Weiterhin (bei Einnahme) können sie zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege genutzt werden. Ebenso als Durchspülung zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß.

Besondere Hinweise
Keine Durchspülungstherapie bei Ödemen (Gewebewassersucht) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit. Beim Durchspülen ist auf reichliche Flüssigkeitszufuhr zu achten. Bei Berührung einer frischen Brennnesselpflanze mit der Haut bildet sich sofort eine juckende Quaddel. Die Ernte des Krauts sollte deshalb mit Handschuhen erfolgen. Für zahlreiche der Droge in der Volksmedizin zugesprochenen Wirkungen (z. B. antirheumatische) gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Bestätigungen.

Wirkstoff/Droge
Brennnesselkraut, bestehend aus den während der Blüte gesammelten frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen von Urtica dioica LINNÉ, Urtica urens LINNÉ und / oder deren Hybriden, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Brennnesselblätter und -kraut enthalten Mineralsalze, darunter vor allem Kalzium- und Kaliumsalze sowie Kieselsäure.









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Brunnenkresse ^ Auswahl
Die Brunnenkresse aus der Gruppe der Kreuzblütler wird zwischen 30 und 90 cm hoch. Sie wird dort, wo sie noch vorkommt, als Wildsalat gesammelt. Zu finden ist sie an Quellen, Gräben mit kühlem und bewegtem Wasser. Sie blüht von Mai bis September. In einigen Gegenden Europas, so z.B. im Norden von Paris, wird sie in Kulturen gezüchtet. In verunreinigtem Wasser gewachsen, kann sie Leberegel übertragen. Neben großen Mengen an Vitamin C enthält die Pflanze Senföle. Der Brunnenkresse sehr ähnlich ist das Bittere Schaumkraut. Es wächst an ähnlichen Plätzen, hat aber violette Staubbeutel und einen markigen Stängel. Es schmeckt bitterer als die Brunnenkresse, dafür aber weniger scharf.

Wirkung
Die Droge wirkt schwach cholagog (galletreibend) und schwach antibakteriell.

Nebenwirkunge
In seltenen Fällen Magen-Darm-Beschwerden.

Anwendungsgebiete
Katarrhe der Luftwege.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge, Pflanzenfrischsaft sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge
Brunnenkressekraut, bestehend aus den frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Senfölglykoside und Senföl.









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Chinarinde ^ Auswahl
Die Chinarinde ist ein dicht belaubter Baum, der bis zu 25 m hoch werden kann. Junge Zweige sind weichhaarig und haben eine helle Rinde. Die Rinde älterer Teile ist rotbraun und von rissiger Borke bedeckt. Rindensaft ist rötlich verfärbt. Die gegenständigen Blätter sind dünn und ganzrandig. Auf der Oberseite glänzen sie dunkelgrün, die Unterseite ist matt und manchmal rötlich. Der Kelch der Blüten ist becherförmig, fünfzipfelig und purpurfarbig. Die röhrige Krone besitzt 5 weichhaarige Zipfel, die tellerförmig ausgebreitet sind. Die Frucht ist eine längliche, beiderseits zugespitzte Kapsel. Die Samen sind sehr klein, bräunlich, flach und haben einen breiten Saum.

Wirkung
Die Droge wirkt Magensaft- und Speichelsekret fördernd.

Nebenwirkung
Gelegentlich können nach Einnahme von chininhaltigen Arzneimitteln Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautallergien oder Fieber auftreten. In seltenen Fällen ist eine erhöhte Blutungsneigung durch Verminderung der Blutplättchen zu beobachten (Thrombozytopenie). In diesen Fällen ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine Sensibilisierung gegen Chinin oder Chinidin ist möglich.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere, bitter schmeckende galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Gegenanzeigen
Schwangerschaft, Überempfindlichkeit gegen Cinchona-Alkaloide wie Chinin oder Chinidin.

Wirkstoff/Droge
Chinarinde, bestehend aus der getrockneten Rinde sowie Zubereitungen aus Chinarinde in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Alkaloide und andere Bitterstoffe.









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Curcuma ^ Auswahl
Dieses im Curry-Pulver enthaltene Gewürz wird in der ayurvedischen Heilkunde zur Entgiftung, Anregung des Gallenflusses sowie bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Der bioaktive Bestandteil Curcumin hat neben antioxidativen Wirkungen vor allem entzündungshemmende Eigenschaften. In einer Doppelblind Studie von Patienten mit rheumatoider Arthritis wurde Curcumin mit Phenylbutazon verglichen. Dabei ergaben sich in der Curcumin-Gruppe vergleichbare Besserungen bei der Morgensteifheit, im Gehen und hinsichtlich der Gelenkschwellung, allerdings ohne die häufig bedenklichen Nebenwirkungen, die mit der Einnahme von Phenylbutazon verbunden sind.

Curcumin unterdrückt ähnlich wie das Capsaicin im roten Pfeffer die schädliche Wirkung von Karzinogenen, die durch ihre Erbgut verändernde Aktivität Krebs auslösen können.









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Eibisch ^ Auswahl
(Altheewurzel, Heilwurz, Samtpappel, weiße Malve, weiße Pappel, Rosenmalve, Ibisch , Ispe, Hülfwurz, Hüffwurzel, Altthee, alter Thee, alte Eh)

Diese zu der Familie der Malvengewächsen zählende Pflanze ist eine bis 1,50 m hohe ausdauernde, filzig behaarte Staude. Die zu Beginn spindelförmige Wurzel wird später durch einen waagerechten, fingerdicken, ästigen Wurzelstock ersetzt. Aus diesem treiben mehrere aufrechte, einfache oder wenig verzweigte, innen röhrige, runde Stengel aus. Die 6-12 cm langen und 3-8 cm breiten Blätter sind wechselständig, kurzgestielt, dick, graugrün und seidig glänzend. Die unteren sind dreieckig-herzförmig, mit 3-5 spitzen Lappen, die oberen eiförmig und schwach gelappt oder grobgezähnt. Die früh abfallenden Nebenblätter sind lineal und bis zum Grund geteilt. Die hellrosa, kurzgestielten Blüten sind endständig oder stehen in den Blattachseln in wenigblütigen Trauben. Der Außenkelch ist 8-10teilig, der innere Kelch ist 5teilig, die Zipfel sind lanzettlich und zugespitzt. Die 5 am Grund bärtigen, 1,5-2 cm großen Blütenkronblätter sind verkehrt-herzförmig. Die mit dem unteren Teil der Staubfäden verwachsenen, zahlreichen, bis 12 mm langen Staubgefäße, haben purpurrote Staubbeutel. Aus den Fruchtknoten gehen zahlreiche filzige, am Rand abgerundete Früchtchen hervor.

Wirkung
Die Droge wirkt Reiz lindernd; sie hemmt die Aktivität der Flimmerhaare in den Bronchien.

Nebenwirkung
Die Resorption anderer, gleichzeitig eingenommener Arzneimittel kann verzögert werden.

Anwendungsgebiete
Entzündungen im Mund und Rachenraum und damit verbundener Reizhusten. Leichte Entzündung der Magenschleimhaut. Pharyngitis (Rachenkatarrh), Tracheitis (Luftröhrenentzündung), Bronchitis, selten bei Gastro-Enteritis. Mit seinem Schleim wirkt Eibisch einhüllend und Reiz mildernd auf die entzündeten Schleimhäute. Es ist als gutes Hustenmittel, besonders bei Kleinkindern und im Beginn der Erkrankung, bekannt. Hierfür wird die Wurzel verwendet. Als Gurgelmittel bei Entzündungen des Mundes und des Rachens nimmt man

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für wässrige Auszüge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen. Als Sirup nur bei Schleimhautentzündungen anwenden.

Wirkstoff/Droge
Eibischwurzel, bestehend aus den getrockneten, ungeschälten oder geschälten Wurzeln sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Schleimstoffe.









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Enzian ^ Auswahl
(Bitterwurz, Enze, Enza, Jenzene, Genstrinswortl , Hemer, Hochwurz, Zinzalwurz, Branntweinwurz, Gelbsuchtwurz, Bergfieberwurz, Ritterwurz)

Der zur Familie der Enziangewächse zählende Gelbe Enzian, ist eine bis 1,40 m hohe, kahle Pflanze, deren hohler, stielrunder, aufrechter, bis fingerstarker, im oberen Teil geriefter Stängel aus der mehrköpfigen, wenig verzweigten, bis armdicken Pfahlwurzel treibt. Die gekreuzt-gegenständigen, elliptischen, stark längsnervigen, bläulich-grünen Laubblätter werden bis zu 30 cm lang und bis zu 15 cm breit. Im oberen Teil der Pflanze sind sie gestielt, im unteren Teil sitzend. Im oberen Pflanzenteil sind die Blätter zu schalenförmigen Tragblättern umgebildet, in deren Achseln etwa 3-10 langstielige Blüten zu Trugdolden vereinigt sind. Der glockige bis röhrige, 5-zähnige, blassgelbe Kelch ist einseitig geschlitzt. Die radförmig ausgebreitete, gelbe Krone ist fast bis zum Grund in 5-6 schmal-lanzettliche, spitze Zipfel zerteilt. Die freien oder miteinander verwachsenen Staubbeutel sind fast so lang wie die Krone. Der Fruchtknoten besitzt am Grund 5 gelappte Drüsen, seine Griffelnarbe ist zweispaltig und wird Später zurückgerollt. Die 6 cm lange Frucht ist eine spitzkegelförmige Kapsel, mit zahlreichen stark abgeflachten, häutig berandeten Samen.

Wirkung
Die wesentlichen Wirksubstanzen sind die in der Droge enthaltenen Bitterstoffe. Diese führen über eine Reizung der Geschmacksrezeptoren reflektorisch zu einer Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion. Enzianwurzel gilt daher als Amarum purum (verdauungsanregendes Bittermittel) und als Roborans (Stärkungsmittel) und Tonikum. Tierexperimentell finden sich Hinweise auf eine Steigerung der Bronchialsekretmenge.

Nebenwirkung
Bei besonders disponierten Personen ist gelegentliches Auftreten von Kopfschmerzen möglich. Gegenanzeigen sind Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre.

Anwendungsgebiete
Verdauungsbeschwerden wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge und Trockenextrakte für Aufgüsse, bitter schmeckende Darreichungsformen zur oralen Anwendung.

Besondere Hinweise
Während der Schwangerschaft sollte die Droge nicht genommen werden. In Deutschland ist der Enzian geschützt und darf nicht gesammelt werden.

Wirkstoff/Droge
Enzianwurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcken sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Bitterstoffe (Amarogetin, Gentiopicrosid) sowie die bitter schmeckende Gentiobiose.









Anmeldung
Faulbaum ^ Auswahl
(Amselkirschbaum, Gichtholz, Hundsbaum, Knitschelbeerbaum, Läusebaum, Mausbaum, Pulverholz, Scheisskerschen, Hexendorn, Hundsbeer, Purgierbeere, Stinkboom)

Der zur Familie der Kreuzdorngewächse zählende Faulbaum ist ein bis zu 3,5m hoher Strauch. Anfangs ist die Rinde grün, später wird sie graubraun mit hellen Lentizellen. Die an den Zweigenden gehäuft wachsenden Blätter sind 2-8 mm lang, kurz gestielt, breitelliptisch bis verkehrt eiförmig und vorne spitz. Die Blattspreite ist ganzrandig und leicht wellig. Der Mittelnerv tritt deutlich hervor. Die 7-9 Seitennerven laufen am Rand im scharfen Bogen zum nächst vorderen Nerv. In der Jugend sind die Blätter vor allem auf den Nerven behaart. Die Blattstiele tragen an der Basis zwei früh abfallende, kleine, spitze Nebenblätter. Die Blüten stehen in 2- bis 10blütigen, lang gestielten, blattachselständigen Trugdolden. Der trichterförmige Kelch ist bis zur Hälfte in fünf 3 mm lange Zipfel geteilt. Die 5 grünlich-weißen, genagelten Kronblätter sind etwas kürzer als der Kelch und umhüllen die Staubblätter. Der dickliche Griffel trägt eine 2- bis 3-lappige, kopfige Narbe. Die kugelige, 8 mm dicke 2- bis 3-samige Steinfrucht färbt sich bei der Reife von grün zu schwarzviolett. Die 5 mm langen, linsenförmigen Samen besitzen eine lange, schmale Furche.

Wirkung
Die Droge wirkt antiadsorptiv und hydragog (stark abführend), aufgrund einer Volumenzunahme des Darminhalts und einer dadurch herbeigeführten Volumenzunahme des Darminhalts eine abführende Wirkung (Anregung der Darmperistaltik). Die Droge ist ein zuverlässig wirkendes Abführmittel; der Stuhlgang tritt nach ungefähr 6-10 Stunden ein. Die Einnahme der frischen Rinde (weniger als ein Jahr gelagert) führt zu Übelkeit und Erbrechen, eventuell können auch Krämpfe auftreten.

Nebenwirkung
In Einzelfällen krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. In diesen Fällen ist eine Dosisreduktion erforderlich. Bei chronischem Gebrauch (= Missbrauch): Elektrolytverluste, insbesondere Kaliumverluste, Albuminurie und Hämaturie; Pigmenteinlagerung in die Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli), die jedoch harmlos ist und sich nach Absetzen der Droge in der Regel zurückbildet. Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden.

Anwendungsgebiete
Obstipation (Stuhlverstopfung), Darmentleerung vor Operationen, als Abführmittel bei Hämmorrhoiden und Analfissuren (schmerzhafter Einriss in den radiären Falten der Afterschleimhaut). Kein Dauergebrauch!

Art der Anwendung
Geschnittene Droge, Drogenpulver oder Trockenextrakte für Aufgüsse, Abkochungen, Kaltmazerate oder Elixiere. Flüssige oder feste Darreichungsformen ausschließlich zur Einnahme.

Besondere Hinweise
Frische Rinde (weniger als ein Jahr gelagert) kann zu Koliken und sogar zu Blutstühlen führen. Erst durch Lagerung werden toxische Substanzen zerstört und die Droge entwickelt eine abführende Wirkung.

Gegenanzeigen
Darmverschluss, akut-entzündliche Erkrankungen des Darmes, z. B. Morbus Chrohn, Colitis ulcerosa, Appendizitis, abdominale Schmerzen unbekannter Ursache. Kinder unter 12 Jahren. Aufgrund unzureichender toxikologischer Untersuchungen nicht anzuwenden in Schwangerschaft und Stillzeit.

Besondere Vorsichtshinweise für den Gebrauch
Stimulierende Abführmittel dürfen ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeiträume (1 bis 2 Wochen) eingenommen werden.

Besondere Warnungen
Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder Quellstoffpräparate kein therapeutischer Effekt zu erzielen ist.

Wirkstoff/Droge
Faulbaumrinde, bestehend aus der getrockneten Rinde der Stämme und Zweige sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Anthranoide, überwiegend vom Emodin-, Physcion- und Chrysophanol-Typ.









Anmeldung
Fenchel ^ Auswahl
(Fennkol, Finkel, Fennekel, Fenichl, Fenis)

Der zwei- oder mehrjährige, stark würzig riechende Gartenfenchel gehört der Familie der Doldengewächse an. Aus der fingerdicken, spindelförmigen Wurzel treibt im zweiten Jahr ein aufrechter, fein gerillter, verzweigter, stielrunder, markiger oder hohler, nach oben ästiger, bis 2 m hoher Stängel. Die unten gestielten und oben sitzenden Laubblätter sind 3- bis 4-fach fiederschnittig, die letzen Zipfel sind fädlich und zugespitzt. Die länglichen, hautrandigen Blattscheiden sind 3-6 cm lang und an der Spitze erweitert. Die Blüten stehen in hüllenlosen Döldchen mit 4-25 ungleich langen Strahlen. Sie bilden eine bis zu 15 cm breite Dolde. Die breiteiförmigen, gelben Kronblätter sind 3/4-1 mm lang und meist etwas breiter. An der Spitze ist ein halb so breiter, fast quadratischer, nach innen gerollter Lappen. Die etwas eingerollten Staubblätter mit den gelben Staubbeuteln überragen die Blütenkronblätter. Die beiden sehr kleinen Griffel biegen sich bei der Reife zurück. Der Fruchtknoten bringt eine länglich eiförmige, 4-10 mm lange und 2-3 mm breite Spaltfrucht hervor, deren Teilfrüchte deutlich kantig vorspringende Rippen und noch stärker hervortretende Randrippen besitzen.

Wirkung
Förderung der Magen-Darm-Mobilität, in höherer Konzentration spasmolytisch (entkrampfend). Anethol und Fenchon, die ätherischen Öle, wirken im Bereich der Atemwege sekretolytisch (zähflüssiges Sekret lösend).

Nebenwirkung
Als Nebenwirkungen können in Einzelfällen allergische Reaktionen von Haut und Atemwegen auftreten.

Anwendungsgebiete
Dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte, krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl, Blähungen, Katarrhe der oberen Luftwege.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Teeaufgüsse, teeähnliche Produkte sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
Fenchel kann leicht mit anderen, giftigen Doldengewächsen verwechselt werden. Deshalb nur im Fachhandel gekaufte Früchte verwenden!

Wirkstoff/Droge
Fenchel, bestehend aus den getrockneten, reifen Früchten sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält mindestens 4 % ätherisches Öl.

Sonstiges
Die Pflanze kann auch hervorragend als Gemüse verzehrt werden.









Anmeldung
Frauenmantel ^ Auswahl
(Marienmantel, Taukraut, Himmlisches Wasser, Alchimistenkraut, Löwenfuß, Frauenbiss, Sinau, Sonnentau, Wiesensinau, Tauhaltauf, Marienkraut)

Der Frauenmantel ist eine kleine Pflanze mit gelblichgrünen Blüten. Die aus dem Wurzelstock auf langen Stielen sprießenden, anfangs noch zusammen gefaltet, später sich rundflächig ausbreitenden Blattschalen wirken wie vom Wind umgeknickte Regenschirme. Die feinen Zacken des handförmigen Blattes tragen Perlen, die nicht etwa der Tau hinterlassen hat, sondern die durch das Schwitzen der Pflanze entstanden sind. Der Duft der Blüten ist honigähnlich.

Wirkung
Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend) und eventuell leicht spasmolytisch (krampflösend).

Anwendungsgebiete
Leichte unspezifische Durchfallerkrankungen. Wissenschaftlich nicht nachgewiesen, jedoch häufig genannt sind Heilanzeigen wie Magen-Darm-Katarrh, Durchfall, Einschlafstörungen, Menstruationsbeschwerden, klimakterische Störungen und Kreuzschmerzen.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Aufgüsse und Abkochungen sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge
Frauenmantelkraut, bestehend aus den während der Blütezeit gesammelten, frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung.










Anmeldung
Galgant ^ Auswahl
Alpinia officinarum HANCE.

Diese zur Familie der Zingiberaceae zählende, ausdauernde Pflanze besitzt ein kriechendes, rötlich-braunes, verzweigtes Rhizom, welches durch Blattnarben geringelt ist. Die Hauptachse bildet Seitensprosse, die später als Sprosse die Erde durchstoßen. Die Wurzeln liegen unterseits. Aus den Blattscheiden werden Scheinstengel gebildet. Die zweizeilig angeordneten hellgrünen Blätter besitzen eine lange Blattscheide und sind bis zu 30 cm lang, schmal-lanzettlich, lang zugespitzt, ganzrandig, ledrig und kahl. Die mit Blattscheiden bedeckten Blütenschäfte werden bis etwa 130 cm hoch. Die Blüten sind ährig oder traubig angeordnet. Die einzelnen Blüten besitzen jeweils ein scheidenartiges, bald abfallendes Deck- und Vorblatt. Der Blütenkelch ist oben lappig und unten röhrig. Die weiße Blumenkrone hat oben drei kapuzenförmige Lappen und ist unten röhrig. Die äußeren Staubblätter sind blumenblattartig. Eines der Staubblätter bildet eine weiße, rot geaderte Lippe. Von den inneren Staubblättern ist eines fruchtbar. Der unterständige Fruchtknoten ist filzig und dreifächrig. Die Pflanze bildet eine ledrige, behaarte Kapsel mit braunen, stumpfkantigen Samen.

Herkunft
China

Vorkommen
kultiviert in Ostasien, Indien, Thailand

Wirkung
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), antiphlogistisch (Hemmung der Prostaglandinsynthese) und antibakteriell.

Anwendungsgebiete
dyseptische (Verdauungs-) Beschwerden und Appetitlosigkeit.

Dosierung
Tagesdosis: Tinktur (entsprechend EB6): 2 bis 4g Droge.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge, Drogenpulver sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge
Galgantwurzelstock, bestehend aus dem getrockneten Wurzelstock sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl mit Sesquiterpenen, harzartige Scharfstoffe (Diarylheptanoide), Eugenol und Flavonoide.









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Goldenkraut ^ Auswahl
Goldenkraut / Kräuterlikör "Mutters Bester Tropfen" Die Gnadenkräuter (Gratiola, Syn.: Sophronanthe Benth., Tragiola Small & Pennell) bilden eine Gattung mit 20 bis 30 Arten innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die Gattung wird bei einigen Autoren auch den Familien Gratiolaceae, Scrophulariaceae oder Veronicaceae zugeordnet.

Wirkung
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), cholagog (galletreibend), blutreinigend, Magen stärkend, Harn fördernd und Schweiß treibend. Sie fördert die Magensaftsekretion.

Nebenwirkung
Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen. Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl, Blähungen.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
In großen Dosen kann das ätherische Öl toxisch wirken.

Wirkstoff/Droge
Angelikawurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcken sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl, Cumarin und Cumarinderivate.









Anmeldung
Johanniskraut ^ Auswahl
(Löcherkraut, Hartheu, Herrgottswundkraut, Liebfrauenbettstroh, Johannisblut, Blutkraut, Herrgottsblut, Hexenkraut, Teufelsflucht)

Das Echte Johanniskraut ist eine zur Familie der Johanniskrautgewächse zählende, bis zu 1 m hohe, kahle Pflanze. Der weit verzweigte Wurzelstock treibt ein grasiges Büschel aufrechter, stielrunder, im oberen Teil verzweigter Stängel. Vom Rücken der Blätter laufen jeweils zwei Kanten bis zum nächsten Blatt herab. Die gegenständigen Blätter sind kaum gestielt, eiförmig bis linealisch und ganzrandig. Die durchscheinenden Punkte werden durch die im Blatt vorhandenen Öllücken hervorgerufen. Die Blüten stehen auf meist schwarzdrüsigen, 1 bis 2 mm langen Stielen in einem endständigen, doldenartigen Blütenstand. Die 5 grünen, schmalen Kelchblätter sind etwa 6 mm lang, lanzettlich, kahl, ganzrandig und mit hellen oder dunklen Drüsen besetzt. Die 5 goldgelben, freien, 10-15 mm langen Kronblätter sind elliptisch und am Rand meist einseitig gekerbt. Der Fruchtknoten ist von 50-60 Staubblättern umgeben. Zwischen den Staubbeutelpaaren befindet sich jeweils eine schwarze Drüse. Aus 3 Fruchtblättern wächst der eiförmige, oberständige Fruchtknoten, welcher 3 Griffel mit kleinen, dunkelroten Narben trägt. Er entwickelt sich zu einer dreiklappig aufspringenden Kapsel mit zahlreichen Samen.

Wirkung
Für die Droge und daraus hergestellte Zubereitungen liegen zahlreiche Erfahrungsberichte vor, die für eine milde antidepressive Wirkung sprechen. Nach experimentellen Befunden ist Hypericin den Monoaminooxydasehemmern zuzurechnen. Ölige Hypericumzubereitungen wirken antiphlogistisch (entzündungshemmend).

Nebenwirkung
Photosensibilisierung ist möglich, insbesondere bei hellhäutigen Personen. Eine Überdosierung der Droge kann deshalb zu Hautentzündungen führen.

Anwendungsgebiete
innerlich: Psychovegetative Störungen, depressive Verstimmungszustände, Angst und/oder nervöse Unruhe. Ölige Hypericumzubereitungen bei dyspeptischen (Verdauungs-) Beschwerden.
äußerlich: Ölige Hypericumszubereitungen zur Behandlung und Nachbehandlung von scharfen und stumpfen Verletzungen, Myalgien (Muskelschmerzen) und Verbrennungen 1.Grades.

Art der Anwendung
Geschnittene Droge, Drogenpulver, flüssige und feste Zubereitungen zur oralen Anwendung. Flüssige und halbfeste Zubereitungen zur äußerlichen Anwendung. Mit fetten Ölen hergestellte Präparationen zur äußerlichen und innerlichen Anwendung.

Besondere Hinweise
Eine Überdosierung der Droge kann zu Hautentzündungen führen, da die Haut durch Hypericum lichtempfindlicher wird.

Wirkstoff/Droge
Hypericin, ätherisches Öl, Flavonoide, Hyperforin (in den frischen Blüten), Gerbstoffe.









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Kalmus ^ Auswahl
Verwendet wird der Wurzelstock, Calami rhizoma, bei Appetitlosigkeit und Kräftemangel, palliativ bei Magenkrebs.

Kauen kleiner Stücke ist ein gutes Mittel zur Raucherentwöhnung.








Anmeldung
Kamille ^ Auswahl
(Kamelle, Karmille, Kamölln, Kühmelle, Apfelkraut, Haugenblum, Heermännle, Moderkrud, Gartenkamille, dicke Gramille, Härmelchen, Kuhmell)

Die bis zu 50 cm hohe, fast kahle, einjährige Echte Kamille, gehört zur Familie der Korbblütler. Der aufrechte, stielrunde, oft reich verzweigte Stängel treibt zwei- bis dreifach gefiederte, wechselständige, sitzende, längliche Laubblätter mit schmal linealischen, spitzen Zipfeln. Die 1,8 bis 2,5 cm breiten Blütenköpfe stehen endständig an den Ästen. Die fast einreihige, halbkugelige Hülle besteht aus 20 bis 30 grünen, länglichen, stumpfen Blättchen mit schmalem, bräunlichem Rand. Der hohle, anfangs flache, später kegelförmig verlängerte Blütenboden ist mit fünfzähnigen, goldgelben, röhrigen Scheibenblüten besetzt. Die ca. 15 zungenförmigen, weißen Randblüten erscheinen durch die Vergrößerung des Blütenbodens zurückgeschlagen. Die bis 2 mm langen Früchte werden durch Tiere verbreitet, die die reifen Blütenkörbchen fressen und die unverdauten Samen ausscheiden. Die Duftlose Kamille ist von der Echten Kamille durch den fehlenden typischen Kamillengeruch und den halbkugeligen, markigen Köpfchenboden zu unterscheiden.

Wirkung
Die Droge wirkt antiphlogistisch (entzündungshemmend), spasmolytisch (krampflösend), wundheilungsfördernd, desodorierend (schlechten Geruch beseitigend), antibakteriell, bakterientoxinhemmend und anregend auf den Hautstoffwechsel. Bei Augenentzündungen sind Kamillenzubereitungen wegen möglicher Reizwirkungen nicht angebracht. Allergische Reaktionen gegenüber Kamille sind sehr selten.

Anwendungsgebiete
äußerlich: Haut- und Schleimhautentzündungen sowie bakterielle Hauterkrankungen einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Entzündliche Erkrankungen und Reizzustände der Luftwege (Inhalationen). Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich (Bäder und Spülungen). innerlich: Magen-Darm Krämpfe und entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Art der Anwendung
Flüssige und feste Darreichungsformen zur äußeren und inneren Anwendung.

Besondere Hinweise
Bei Entzündungen am Auge sind Kamillenzubereitungen wegen möglicher Reizwirkungen nicht angebracht. Es sollten nur die angegebene Kamillen verwendet werden, da manche Arten starke Allergene enthalten (z. B. Anthemis cotula, die Hundskamille, das Allergen Anthecotulid). Kamillentee soll nicht regelmäßig (als Durstlöscher) getrunken, sondern nur als Medikament eingenommen werden.

Wirkstoff/Droge
Kamillenblüten, bestehend aus den frischen oder getrockneten Blütenköpfchen von Matricaria recutita LINNÉ (syn. Chamomilla recutita (LINNÉ) RAUSCHERT), sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Blüten enthalten mindestens 0,4% (V/G) ätherisches Öl. Hauptbestandteile des ätherischen Öls sind Bisabolole. Weiter sind in den Blüten enthalten: Matricin, das ätherische Öl, und Flavone.









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Kardamom ^ Auswahl
Das Kardamom ist ein mehrjähriges Kraut mit einem gegliederten Rhizom, das durch Blattnarben regelmäßig und dicht geringelt ist und lange, starke Wurzeln aufzeigt. Dem Rhizom entspringen mehrere Scheinsprosse, diese sind aus vielen am Grunde mit den Scheiden ineinander steckenden Blättern zusammengesetzt. Das Kraut wird bis zu 3 m hoch. Die 60 cm langen Blätter sind zweizeilig angeordnet, ihre Blattfläche ist lanzettlich, zugespitzt, ganzrandig und zeigt parallele Seitennerven, die von der Mittelrippe im spitzen Winkel abgehen. Die Blattoberseite ist flaumhaarig, die Unterseite seidighaarig. Die Mittelrippe tritt auf der Unterseite hervor und ist auf der Oberseite rinnig eingesenkt. Die dünnen Blütentriebe sind mit Deckblättchen ziegelartig besetzt. Sie verlaufen zuerst waagerecht über dem Boden, im oberen Teil jedoch aufsteigend. In den Achseln der Deckblätter finden sich Seitentriebe mit ca. 1 bis 4 Blüten, die vor ihrem Aufblühen von den Deckblättchen umgeben sind. Das Perigon hat mehr oder weniger schmale Blätter und 6 Staubblätter. Ein Staubblatt ist steril und bildet eine verbreiterte Lippe mit gelbem Saum und bläulich gestreifter Fläche. Der Fruchtknoten ist unterständig, die Griffel fädig. Die Frucht ist eine eiförmige bzw. elliptische oder längliche, kurz gestielte Kapsel. Sie wird 6-18 mm lang und 6-10 mm dick. Die dreifächrige Frucht ist gelblich-braun und dreiklappig aufspringend. Die dünnen, papierartigen Klappen sind grau-gelb, zur Reifezeit werden sie bräunlich; sie haben Längsstreifen. Der bräunliche Samen ist ca. 4-5 mm lang und ca. 3 mm dick. Er ist unregelmäßig kantig, die Bauchfläche weist eine Rinne auf. Ein dünnhäutiger Samenmantel, der nach Aufweichen im Wasser sichtbar wird, umgibt die Samen eines Faches.

Wirkung
Die Droge wirkt cholagog (galletreibend), virostatisch (Vermehrung von Vieren hemmend), karminativ (Blähungen hemmend) und anregend auf die Magensaftsekretion.

Anwendungsgebiete
Dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Samen sowie andere galenische Zubereitungen zur inneren Anwendung.

Besondere Hinweise
Kombinationen mit Kümmel und Fenchel haben sich als besonders wirksam erwiesen.

Wirkstoff/Droge
Kardamomen besteht aus den getrockneten, fast reifen, grünlich- bis gelblichgrauen Früchten. Arzneilich verwendet werden die von der Kapselhülle befreiten Samen, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Samen enthalten ätherisches Öl mit vorwiegend Terpinyl-acetat, alpha-Terpineol und 1,8-Cineol.









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Kundurango ^ Auswahl
Der Kondurangostrauch ist eine Liane, sein Stamm erreicht einen Durchmesser von 10 cm. Seine Rinde ist grau, die jungen Kletteräste sind mit grünlichem bis rostfarbenem Haarfilz bedeckt. Die kreuzgegenständigen Blätter sind kurz gestielt und werden ca. 11 cm lang und ca. 8 cm breit. Die derbe Blattspreite weist ein dichtes Haarkleid auf und ist breit- bis eiförmig.

Wirkung
Die Droge wirkt Speichel- und Magensaftsekretion anregend.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Aufgüsse sowie andere bitter schmeckende Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge
Condurangorinde, bestehend aus der getrockneten Rinde der Zweige und Stämme von Marsdenia cundurango REICHENBACH fil. sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Bitterstoffe wie Condurangin.









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Koriander ^ Auswahl
Diese zur Familie der Doldenblütengewächse zählende einjährige, bis zu 2 m hohe, kahle Pflanze besitzt einen aufrechten, relativ festen, stielrunden, fein gerillten, oberwärts verzweigten Stängel. Die grundständigen Blätter sind hellgrün, gestielt, ungeteilt bis dreilappig und gekerbt bis gezähnt. Die mittelständigen Blätter sind ein- bis zweifach gefiedert, mit eiförmigen fiederspaltigen Abschnitten 1. Ordnung. Die auf den länglichen Scheiden sitzenden oberen Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und haben linealische bis fädliche, ganzrandige Endabschnitte. Die zahlreich in drei- bis fünfstrahligen 2 bis 3 cm breiten, flachen Doppeldolden stehenden Blüten sind weiß bis hellrosa. Die Blüte besitzt fünf lanzettliche Kelchzähne. Hüllblätter sind nicht vorhanden, die drei Hüllchenblätter sind sehr schmal, einseits wendig und laufen in eine Haarspitze aus. Die kugelige Frucht ist 2 bis 5 mm dick und hellbraun. Die frische Pflanze riecht unangenehm.

Wirkung
Die Droge wirkt karminativ (gegen Blähungen wirkend), leicht spasmolytisch (krampflösend) und als Stomachikum anregend auf die Magensaftsekretion.

Anwendungsgebiete
Dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden, Appetitlosigkeit.

Art der Anwendung
Zerquetschte und pulverisierte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge
Koriander, bestehend aus den reifen, getrockneten, kugeligen Früchten von Coriandrum sativum LINNÉ var. vulgare (Synonym: var. macrocarpum) ALEFELD und/oder Coriandrum sativum LINNÉ var. microcarpum DE CANDOLLE, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält mindestens 0,5% (V/m) ätherisches Öl.









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Kreuzdorn ^ Auswahl
(Rhamnus catharticus LINNÉ)

Der Purgier-Kreuzdorn ist ein bis zu 3 m hoher sparrig wachsender Strauch mit lockerer Krone. Die Zweige sind meist gegenständig und oft verdornt. Die Blätter sind gegenständig, elliptisch bis kreisrund und stumpf oder eiförmig zugespitzt. Die Blüten sind unvollständig eingeschlechtig, das heißt jeweils mit den verkümmerten Resten des anderen Geschlechts. Kelchblätter sind schmal, 3-eckig, 2-3 mm lang. Die Kronblätter sind lineallanzettlich, spitz, doppelt so lang wie die Kelchblätter und grünlich. Die Fruchtknoten in der becherförmigen Blütenachse sind stehend, und bei den männlichen Blüten sind sie verkümmert. Die Frucht ist eine erbsengroße, schwarze, kugelige Steinfrucht. In der Medizin findet sie in einigen Fertigpräparaten als mildes, auf den Dickdarm wirkendes Abführmittel Anwendung. Wegen möglicher Vergiftung wird von einer Selbstbehandlung abgeraten.

Wirkung
Pharmakologische Eigenschaften, Pharmakokinetik, Toxikologie: 1,8-Dihydroxyanthracen-derivate haben einen laxierenden (abführenden) Effekt. Dieser beruht vorwiegend auf einer Beeinflussung der Colonmobilität (Grimmdarmbewegung) im Sinne einer Hemmung der stationären und einer Stimulierung der propulsiven Kontraktionen. Daraus resultieren eine beschleunigte Darmpassage und aufgrund der verkürzten Kontaktzeit eine Verminderung der Flüssigkeitsresorption. Zusätzlich werden durch die Stimulierung der aktiven Chloridsekretion Wasser und Elektrolyte sezerniert.

Nebenwirkung
In Einzelfällen krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. In diesen Fällen ist eine Dosisreduktion erforderlich. Bei chronischem Gebrauch/Missbrauch: Elektrolytverluste, insbesondere Kaliumverluste, Albuminurie und Hämaturie. Pigmenteinlagerungen in die Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli), die jedoch harmlos sind und sich nach Absetzen der Droge in der Regel zurückbilden. Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden.

Anwendungsgebiete
Obstipation (Stuhlverstopfung).

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Aufgüsse, Abkochungen, Kaltmazerate oder Elixiere. Flüssige oder feste Darreichungsformen ausschließlich zur Einnahme.

Gegenanzeigen
Darmverschluss, akut entzündliche Erkrankungen des Darmes, z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa (schwerwiegende Entzündung des Dickdarms mit Eiterung und Geschwürbildung), Appendizitis (Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms), abdominale Schmerzen (Unterleibsschmerzen) unbekannter Ursache. Kinder unter 12 Jahren. Schwangerschaft.

Überdosierung
Elektrolyt- und flüssigkeitsbilanzierende Maßnahmen.

Besondere Warnungen
Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder Quellstoffpräparate kein therapeutischer Effekt zu erzielen ist.

Wirkstoff/Droge
Kreuzdornbeeren, bestehend aus den getrockneten reifen Früchten sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Anthranoide, überwiegend vom Emodin-Typ.








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Liebstöckel ^ Auswahl
Der Liebstöckel aus der Familie der Doldengewächse ist eine bis zu 2 m hohe kahle Pflanze. Der Stängel ist am Grund 5 cm dick, röhrig, stielrund, oben verzweigt. Die obersten Äste sind gegenständig oder zu 3-quirlig. Die Blätter sind gestielt, groß, die unteren sind bis zu 0,7 m lang. Die Dolden sind bis 12 cm breit und 12- bis 20-strahlig. Hüll- und Hüllchenblätter sind zahlreich, lanzettlich und weiß hautrandig. Die Blüte ist klein. Die Kronenblätter sind blassgelb und etwa 1 mm lang. Die Frucht ist zusammengedrückt 5-7 mm lang mit 3 vorspringenden Rückenrippen und 2 Randflügeln je Teilfrucht. In der Medizin wird Liebstöckel angewandt als harntreibendes Mittel und bei Blasen und Nierenleiden sowie bei Nierensteinen. Weiterhin wird aus Liebstöckel Likör und Magenschnaps gewonnen.

Wirkung
Das ätherische Öl mit Ligustilid wirkt spasmolytisch (krampflösend).

Anwendungsgebiete
Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Durchspülungstherapie zur Vorbeugung von Nierengrieß. Auf reichliche Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
Bei längerer Anwendung von Liebstöckelwurzel sollte auf UV-Bestrahlung sowie intensives Sonnenbaden verzichtet werden.

Wirkstoff/Droge
Liebstöckelwurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzelstöcken und Wurzeln sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl und Cumarinderivate.









Anmeldung
Löwenzahn ^ Auswahl
(Kuhblume, Kettenblume, Pusteblume, Hundeblume, Milchstöck, Kuckucksblom, Lichtblom, Lampe, Bimbaum, Bumbansbüsch)

Der bis zu 50 cm hohe, kahle oder schwach behaarte, ausdauernde Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler. Die rübenartige, fleischige, bis fingerdicke, außen schwarzbraune, innen milchig-weiße Pfahlwurzel ist am Wurzelhals schwach wollig behaart. Aus dieser wächst eine Blattrosette mit tief gezähnten, länglich-lanzettlichen, meist mehr oder weniger tief eingeschnittenen, bis tief fiederspaltigen Laubblättern, deren dreieckige Abschnitte ganzrandig oder gezähnt sind. Die Blütenköpfe stehen einzeln an einem langen, blattlosen Stiel. Der Hüllkelch besteht aus zahlreichen, krautigen, grünen bis schwärzlichen Hüllblättchen. Die äußeren Hüllschuppen sind kurz und abstehend, die inneren länger, schmal und anliegend. Die leuchtendgelben Blüten sind alle zungenförmig. Die Zungen sind schmal und vorne fünfzähnig. Die spindelförmigen, im oberen Teil reichlich warzig bis höckerigen, hellbraunen, lang geschnäbelten Früchte besitzen einen aus fiedrig behaarten Strahlen bestehenden, schirmförmigen Pappus. Die ganze Pflanze enthält einen kautschukähnlichen Milchsaft.

Wirkung
Die Droge ist schwach diuretisch (harntreibend) und steigert die Sekretion der Verdauungsdrüsen. Bei intravenöser Injektion von Löwenzahnextrakten wird die Gallensekretion deutlich vermehrt.

Nebenwirkung
Nach Kontakt mit dem Milchsaft wurden selten Kontaktallergien, bedingt durch Sesquiterpenlaktone, beobachtet.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptischen (Verdauungs-) Beschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Teeaufgüsse sowie flüssige Darreichungsformen zur Einnahme.

Wirkstoff/Droge
Löwenzahnkraut, bestehend aus den frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Bitterstoffe.










Anmeldung
Melisse ^ Auswahl
(Zitronenmelisse, Zitronenkraut, Citronelle, Honigblume, Honigblum, Immenblatt, Honigblatt, Bienenkraut, Wanzenkraut, Balsam-Melisse, Frauenkraut, Bienkraut, Pfaffenkraut, Frauenwohl, Mutterkraut, Herztrost, Herzkraut, Englische Melisse, Englische Brennessel, Hasenohr, Gartenmelisse)

Die Melisse ist eine kräutige, stark verästelte Pflanze. Sie wird bis zu 1 m groß und hat eiförmige, gekerbte, krause Blätter. Die quirlförmig angeordneten Blüten sind weißlich-rot bis rötlich. Die Blätter haben einen zitronenartigen Geruch, der nach dem Trocknen noch stärker wird. Die Melisse wächst in dichten Büscheln und entfaltet ihre Blumenkronen in der ersten Sommerhälfte.

Wirkung
Die Droge wirkt beruhigend und karminativ (gegen Blähungen).

Anwendungsgebiete
Nervös bedingte Einschlafstörungen und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden.

Art der Anwendung
Geschnittene Droge, Drogenpulver, Flüssig-Extrakt oder Trocken-Extrakt für Aufgüsse und andere galenische Zubereitungsformen. Zerkleinerte Droge sowie deren Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
Kombinationen mit anderen beruhigend und/oder karminativ wirksamen Drogen können sinnvoll sein. Bei Melissengeist ist der hohe Alkoholgehalt zu beachten (80 Volumenprozent).

Wirkstoff/Droge
Melissenblätter, bestehend aus den frischen oder getrockneten Laubblättern sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Blätter enthalten mindestens 0,05 % (V/G) ätherisches Öl, bezogen auf die getrocknete Droge. Hauptbestandteile des ätherischen Öls sind: Citronellal, Citral a, Citral b sowie weitere Mono- und Sesquiterpene. Weiter sind in den Blättern enthalten: Lamiaceen-Gerbstoffe, Triterpensäuren, Bitterstoffe und Flavanoide.









Anmeldung
Mistel ^ Auswahl
(Mistele, Nistel, Misple, Wispen, Wespe, Hexenkraut, Hexenbesen, Marentaken, Immergrüne Bocksfutter, Geißkraut, Kinster)

Der immergrüne, bis zu 1 m Durchmesser erreichende, kugelbuschige, mehrfach gabelästige Mistelstrauch zählt zur Familie der Mistelgewächse. Mit ihren Wurzeln dringt sie in die Rinden- und Holzschicht ein und entnimmt der Wirtspflanze Wasser und Nährsalze, die die Pflanze selbst verarbeitet (Halbschmarotzer). Der kurze dicke Stamm trägt gegliederte, grünbraune Zweige, die in Form einer falschen Gabelung (Scheindichotomie) angeordnet sind. Jedes Gabelglied der Zweige endet in eine kurze, meist Blüten tragende Spitze. Die gegenständigen, gelbgrünen, ledrigen Laubblätter sind sitzend und löffelförmig, teilweise auch sichelförmig gebogen. Sie werden 1,5-2 Jahre alt und fallen dann ab. Die unscheinbaren, eingeschlechtlichen Blüten stehen zu 3-5 in sitzenden Trugdolden in den Achseln von kleinen Hochblättern. Die großen männlichen Blüten besitzen eine vierteilige, gelbgrüne Blütenhülle, die zu einer kurzen Röhre verwachsen. Die 4 Staubblätter sind vollständig mit der Blütenhülle verwachsen und besitzen zahlreiche sich nach innen öffnende, porenförmige Pollenfächer. Die unscheinbarere, kleinere Blütenhülle der weiblichen Blüten ist 3- bis 4-teilig. Der Fruchtknoten ist unterständig und besitzt nicht immer einen Griffel. Dieser hat eine dicke polsterförmige Narbe. Die erbsengroße, zuerst grüne, später weiße bis gelbliche Frucht ist meist einsamig (selten zweisamig). Der ovale oder zweikantige Samen ist von zähem, schleimigem Fleisch umgeben. Die im November oder Dezember des auf die Blüte folgenden Jahres reifenden Früchte werden durch Vögel verbreitet, die die unverdaulichen, am Schnabel klebenden Samen an Bäumen abwetzen oder mit dem Kot ausscheiden.

Wirkung
Die Mistel wirkt blutstillend und verdauungsfördernd. Ebenso wirkt sie blutdrucksenkend. Überdies wird die Mistel in der Krebstherapie eingesetzt; wie sie hier wirkt, wird allerdings noch diskutiert.

Nebenwirkung
Bei der inneren Anwendung von Mistelzubereitungen sind in der Regel keine Nebenwirkungen zu erwarten. In seltenen Fällen sind allergische Reaktionen möglich. Bei parenteraler Applikation (in die Vene, den Muskel, oder die Haut gespritzt) sind Fieber, Kopfschmerzen, pektanginöse Beschwerden (Angina pectoris = Herzasthma) und Kreislaufstörungen möglich; es muss auch mit schweren allergischen Reaktionen gerechnet werden. Gegenanzeigen sind Eiweiß-Überempfindlichkeit und chronisch-progrediente Infektionen (z.B. Tuberkulose).

Anwendung
Aufguss und Absud: Gegen Rheumatismus, Ischias und Nervenentzündungen nehmen Sie eine halbe Handvoll getrockneter Pflanzen pro Liter Wasser für Verbände, Lotionen und Kompressen.

Besondere Hinweise
Bei starker Dosierung ist die Mistel giftig! Sie führt zu Sensibilitätsverlust, fortschreitender Lähmung, blockiert die Atemmuskeln bis zum Herzstillstand. Besonders die Beeren sind gefährlich. Es wird dringend geraten, nur die grünen Teile der Pflanze zu benutzen!

Wirkstoff/Droge
Viscotoxin, Azetylcholin, Cholin, Flavonoide.










Anmeldung
Nelkenwurz ^ Auswahl
(Benediktenwurz, Nägleinwurz, Heil aller Welt)

Nelkenwurz wächst an Hecken, Zäunen, auf Waldwiesen und in lichten Wäldern. Verwendet wird der fingerdick werdende Wurzelstock, der innen fleischfarbig bis violett gefärbt ist und beim Zerreiben nach Nelken riecht. Man gräbt ihn im März aus. Nelkenwurz ist ein stark tonisierendes Mittel, das bei fieberhaften Magen-Darm-Erkrankungen sehr hilfreich ist. In der Erholungsphase nach erschöpfenden Krankheiten wirkt ein Auszug in Rotwein vorzüglich stärkend.

Wirkung
Pfarrer Künzle bescheinigte der Nelkenwurz "eine herrliche Stärkung des Herzens, des Gehirns, der inneren Organe". Nach Zedlitz (1733) "stärkt sie die Geburtsglieder beiderlei Geschlechts und hilft zur Empfängnis". Entzündetes und leicht blutendes Zahnfleisch heilt durch Kauen von Nelkenwurz.

Nebenwirkung
Bei zu hoher Dosierung kann es zu Erbrechen kommen.










Anmeldung
Odermenning ^ Auswahl
Der Odermennig aus der Gruppe der Rosengewächse wird zwischen 30 und 130 cm groß. Er ist eine uralte Heilpflanze. Die in ihm enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe sollen bei chronischen Leberleiden und gegen Gallensteine und Nierengries helfen. Es war König Mithridates Eupator, der von 111- 63 v. Chr. über den Schwarzmeerstaat Pontus herrschte, welcher als erster die wunderbaren Heilkräfte dieser Pflanze entdeckte. In der Gruppe der Rosengewächse bilden die Früchte eine Ausnahme. Mit den widerhakigen Stacheln des verholzenden Kelches bleiben sie am Fell der Tiere und an den Kleidern der Menschen hängen und werden so verbreitet.

Wirkung
Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend). Die in der Volksheilkunde genannte cholagoge (gallentreibende) Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Anwendungsgebiete
innerlich: Leichte unspezifische, akute Durchfallerkrankungen, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. äußerlich: Leichte oberflächliche Entzündungen der Haut.

Art der Anwendung
Kleingeschnittene oder gepulverte Droge für Aufgüsse, andere galenische Zubereitungen zur inneren Anwendung.

Wirkstoff/Droge
Odermennigkraut bestehend aus den getrockneten, kurz vor oder während der Blütezeit geernteten oberirdischen Teilen sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Catechingerbstoffe, Triterpene und Flavonoide.










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Pfefferminze ^ Auswahl
(englische Minze, Minze, Balsam, Balsme, Hausminz, Katzenkraut, Mutterkraut, Priminzen, Prominzen)

Die bis zu 90 cm hohe, kahle Pfefferminze gehört zur Familie der Lippenblütler. Der holzig verdickte Wurzelstock treibt vierkantige, höchstens im oberen Teil verzweigte, aufrechte oder aufsteigende Stängel. Die Pflanze vermehrt sich vorwiegend durch oberirdisch kriechende Ausläufer. Die oft rötlich überlaufenen Sprosse sind meist fast kahl und glänzend oder zerstreut behaart. Die tiefgrünen, gegenständigen Laubblätter sind schmaleiförmig bis lanzettlich, spitz und gestielt. Sie haben einen scharf gesägten Rand und 5 bis 8 Paar Seitennerven. Die gestielten, lilafarbenen Blüten stehen zahlreich in den Achseln von Tragblättern und bilden dichte oder am Grund unterbrochene meist rispig gehäufte, 3 bis 7 cm lange Scheinähren. Der glockige Kelch ist 2 mm lang, gleichmäßig fünfzähnig und schwach zweilippig. Die vierlappige, kaum lippige Krone ist deutlich länger als der Kelch. Die Früchte bestehen aus je 4 eiförmigen, einsamigen Nüßchen. Die am häufigsten verordnete Heilpflanze überhaupt. Folia Menth piperit wirken antiemetisch, choleretisch und cholagog, gärungswidrig, karminativ und spasmolytisch. Wenn Übelkeit und Brechreiz im Vordergrund der Beschwerden stehen, ist Pfefferminze angezeigt. Besonders gute und vielfältige Wirkungen, als Hausmittel und auf Reisen, entfaltet das ätherische Öl.

Wirkung
Direkte spasmolytische (krampflösende) Wirkung an der glatten Muskulatur des Verdauungstraktes; choleretisch (Galle bildend) und karminativ (blähungstreibend) sowie antiseptisch.

Nebenwirkung
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Trinken des Tees über einen längeren Zeitraum und die innerliche Anwendung des ätherischen Öls kann zu Reizerscheinungen im Magen führen. Menthol führt erst in Grammdosen zu Intoxikationen ("Vergiftung") mit Erbrechen, rauschartigen Zuständen, Benommenheit und Störung der Atmung. Mentholhaltige Schnupfensalben sollten bei Säuglingen und Kleinkindern nicht in die Nasenlöcher eingestrichen werden (Kollapsgefahr, Asphyxie (Atemstörung, -stillstand), Dyspnoe (Atembeschwerden) möglich).

Anwendungsgebiete
Krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und -wege.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Aufgüsse, Auszüge aus Pfefferminzblättern zur inneren Anwendung.

Besondere Hinweise
Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Behandler anzuwenden. Der Tee und das ätherische Öl sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Wirkstoff/Droge
Pfefferminzblätter, bestehend aus den frischen oder getrockneten Blättern sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält mindestens 1,2% (V/m) ätherisches Öl. Weitere Inhaltsstoffe sind Lamiaceengerbstoffe.










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Pomeranze ^ Auswahl
Pomeranze, Orange / Kräuterlikör "Mutters Bester Tropfen" (Orangenbaum, Orange)

Die Pomeranze gehört zu den Rautengewächsen und ist ein bis zu 12 m hoher Baum. An jungen Bäumen sind die Zweige kantig und mit dünnen blattachsenständigen Dornen versehen, später werden die Zweige stielrund. Die Blätter werden 7,7-10 cm lang, sind dünnledrig, gestielt, breit elliptisch, vorne spitz, ganzrandig und wechselständig angeordnet. Der Blattstiel ist im unteren Teil schmal geflügelt bis flügellos, im oberen Teil breit geflügelt. Der Blattsiel ist deutlich gegen die Blattspreite abgesetzt. Die Blüten sind stark duftend und in ein- oder wenigblütigen, blattachsenständigen Trauben vorzufinden. Die 4-5 Kelchblätter sind kurz, die 5 Kronblätter sind weiß und länglich und man findet 20 Staubblätter. Die Frucht ist eine 7-8 cm große Beere mit 10-12 Fächern. Die Beere ist an beiden Enden abgeflacht und hat eine dicke, raue, orangefarbene Rinde und eine feine saure und bitter schmeckende Pulpa.

Wirkung

Nebenwirkung

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Teeaufgüsse sowie andere, bitter schmeckende galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
Bei Einnahme der Pomeranzenschalen ist eine Photosensibilisierung, insbesondere bei hellhäutigen Personen, möglich.

Wirkstoff/Droge
Orangenschalen, bestehend aus der frischen oder getrockneten, vom schwammigen, weißen Gewebe (Albedoschicht) weitgehend befreiten, äußeren Schicht der Fruchtwand sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl und Bitterstoffe.









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Sanddorn ^ Auswahl
(Stranddorn, Weidendorn)

Der Sanddorn gehört zu den Ölweidengewächsen und ist ein mittelgroßer Strauch mit weidenähnlichen Blättern. Er ist ein sperriger, verzweigter Strauch mit grau-grünen, schmalen und fast stiellosen Blättern, die an die Weide erinnern. Die Zweige laufen in einen Dorn aus. Der Sanddorn wird bis zu 3 m groß, trägt keine Blüten, aber später zahlreiche gelbe bis orangerote Früchte, die eiförmig sind. Hauptsächlich bekannt ist Sanddorn wegen seines Vitamin C-Gehaltes.

Wirkung
Das fette Öl der Samen und des Fruchtfleischs fördert die Wundheilung und Epithelisierung (Bildung des obersten Haut- und Schleimhautgewebes).

Anwendung
Nicht als Droge gebräuchlich. Die Früchte dienen in Form von Säften, Konzentraten und Sirups als Vitamin-C-Spender. Das fette Öl wird bei äußerlicher Anwendung als Prophylaktikum und Therapeutikum bei Strahlenschäden der Haut (Röntgenstrahlen, Sonnenbrand) und zur Wundbehandlung verwendet. Wegen des hohen Vitamin-C-Gehaltes wird der Sanddorn bei Vitamin-C-Mangelerkrankungen wie Zahnfleischbluten, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Rekonvaleszenz, Kopfschmerzen sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet.

Wirkstoff/Droge
Sanddornbeeren, bestehend aus den Scheinfrüchten von Hippophae rhamnoides LINNÉ. Die Früchte enthalten sehr viel Ascorbinsäure (Vitamin C), Carotinoide, Flavonoide, Vitamin E, fettes Öl (Oleum Hippophae) und Mannitol. Die Ernährungsphysiologie war bisher der Meinung, dass in keiner Pflanze nennenswerte Konzentrationen an Vitamin B 12 enthalten sind. Demnach seien die besten Quellen für die Vitamin-B 12-Versorgung des Menschen Milch, vor allem aber Leber und Fleisch, denn nur in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft komme das lebenswichtige Vitamin in ausreichender Menge vor. Diese Lehrmeinung muss korrigiert werden. Durch die Symbiose des Sanddorns mit dem Mikroorganismus Aktinomyces entsteht in den Samenschalen des Sanddorns eine Vitamin B 12-Konzentration, wie sie vorher nur von der Leber bekannt war. Symbiotischer Sanddorn enthält in seinen Samenschalen nicht nur Vitamin B 12, sondern alle Vitamine der B-Reihe B 1, B 2, Niacin, B 6, Pantothensäure, Biotin und Folsäure. Weiterhin ist Sanddorn sehr reich an Vitamin C, Carotinoiden (den Vorstufen von Vitamin A) und Vitamin E.









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Sanikel ^ Auswahl
Der Waldsanikel, aus der Gruppe der Doldengewächse, wird zwischen 20 und 50 cm groß. In seinen knöpfchenartigen Döldchen findet man zweierlei Blüten. 1-3 Zwitterblüten mit Staubblättern und langen Griffeln in der Mitte, und rein männliche Blüten, die nur Staubblätter haben, gegen den Rand zu. Weil die Staubbeutel als erstes reifen, kann die Narbe in der Regel nur durch die Pollen von anderen Blüten bestäubt werden. Früher galt der Sanikel als vorzügliches Wundheilmittel. Daher auch der Name Sanikel aus dem lateinischen sanare = heilen.

Anwendungsgebiet
Leichte Katarrhe der Luftwege.

Dosierung
Soweit nicht anders verordnet 4-6 g Droge als mittlere Tagesdosis; Zubereitungen entsprechend.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Abkochungen sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Wirkstoff/Droge
Sanikelkraut, bestehend aus den getrockneten oberirdischen Teilen von Sanicula europaea LINNÉ sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Saponine.









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Schafgarbe ^ Auswahl
(Garbenkraut, Garbewurz, Grensing, Gerwel, Gotteshand, Grillenkraut, Judenkraut, Schafzunge, Achillenkraut, Venusaugenbrauen, Jungfernaugenbrauenkraut, Saugkraut, Balsamgarbe, Berufkraut, kleines Gliedkraut, Katzenkraut, Kelke, Rippel, Röhlke)

Die bis zu 60 cm hohe, behaarte Schafgarbe zählt zur Familie der Korbblütengewächse. Der rundliche Wurzelstock treibt im Frühling Blattsprosse und aufrechte, erst im Blütenstand verzweigte Stängel. Die Laubblätter sind schmal-lanzettlich, 2- bis 3-fach fiederteilig, mit schräg zur Achse gestellten Abschnitten erster Ordnung. Die Blätter sind in lanzettlich zugespitzte, 0,5-1 mm breite Endabschnitte zerteilt. An den Blattsprossen sind die Blätter in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die 4-8 mm breiten Blütenköpfchen stehen sehr zahlreich in einer flachen, doldenartigen Rispe. Die eiförmige 3-4,5 mm lange Hülle wird von gelbgrünen, hellbraun bis schwarzbraun, häutig berandeten Hüllblättern gebildet. Die rein weiblichen Zungenblüten stehen zu 4-6 am Rand jedes Köpfchens. Sie haben eine breit-eiförmige, dreizahnige Zunge und sind weiß, seltener rosa bis karminrot. Außerdem besitzt jedes Blütenköpfchen röhrige, schmutzigweiße Scheibenblüten mit einer fünfzipfeligen Krone, Staubblättern und einem Fruchtknoten. Zwischen den Blüten sitzen auf dem Köpfchenboden häutige Schuppen. Die Fruchtknoten reifen zu länglichen, seitlich kurz geflügelten, bis 2 mm langen, silbergrauen bis gelblichen Früchten ohne Pappus.

Wirkung
Die Arznei wirkt choleretisch (die Gallenabsonderung in den Leberzellen anregend), antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend) und spasmolytisch (krampflösend).

Anwendungsgebiete
Bei Einnahme: Appetitlosigkeit und dyseptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte, krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich; für Sitzbäder bei Pelvipathia vegetativa (schmerzhafte Krampfzustände psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau). Der frisch gepresste Saft gilt als vorzügliches Blutreinigungsmittel, der die körperliche Abwehrkraft stärkt. Man kann ihn auch auf schlecht heilende Wunden, Geschwüre und wunde Brustwarzen aufbringen. Die Schafgarbe ist eines der ältesten Heilpflanzen und schon bei Plinius, Hippokrates und Dioscurides erwähnt.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge für Aufgüsse sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen und für Sitzbäder. Frischpflanzenpresssaft zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
Während des Gebrauchs von Schafgarbe soll Wein und Kaffee gemieden werden, da sonst starke Kopfschmerzen entstehen. Gegenanzeigen treten auf bei Überempfindlichkeit gegen Schafgarbe und andere Korbblüter.

Wirkstoff/Droge
Schafgarbenkraut, bestehend aus den frischen oder getrockneten, zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teilen von Achillea millefolium LINNÉ s.l., sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Schafgarbenblüten, bestehend aus den getrockneten Blütenständen (Doldenrispen) von Achillea millefolium LINNÉ s.l., sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl und Proazulene.










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Schöllkraut ^ Auswahl
(Warzenkraut, Wasserkraut, Maikraut, Wanzenkraut)

Das zur Familie der Mohngewächse zählende Große Schöllkraut ist eine ausdauernde, giftige Krautpflanze. Aus dem dicken Wurzelstock treibt ein bis zu 1 m hoher, etwas haariger Stängel. Mit behaarten, wechselständigen, zu Fiedern angeordneten Blättern und gelben, in Dolden stehenden Blüten. Die Samen befinden sich in einer länglichen Kapsel. Die gesamte Pflanze enthält eine gelblichweiße, ätzende Milch.

Wirkung
Spasmolytische Eigenschaften auf Gallengänge und Bronchien in Herba Chelidonii. Die Wirkung besteht nur bei Kraut, das recht frisch ist. Bereits nach einem halben Jahr ist sie unbefriedigend. Ausreichend gesichert ist die papaverinartige (Papaver = Mohn), leicht spasmolytische (krampflösende) Wirkung im oberen Verdauungstrakt. Äußerlich wird der frische Milchsaft bei Warzen aufgetragen. Auf der Warze trocknen lassen und lange dort belassen. Täglich wiederholen.

Anwendungsgebiete
Krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darmtraktes.

Art der Anwendung
Geschnittene Drogen, Drogenpulver oder Trockenextrakte für flüssige und feste Darreichungsformen zur inneren Anwendung. Volkstümlich wird der frische Milchsaft des Schöllkrauts als Warzenbekämpfungsmittel eingesetzt.

Wirkstoff/Droge
Schöllkraut, bestehend aus den zur Blütezeit gesammelten, getrockneten, oberirdischen Teilen von Chelidonium majus LINNÉ sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Das Kraut enthält mindestens 0,6% Gesamtalkaloide, berechnet als Chelidonin und bezogen auf die wasserfreie Droge.










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Spitzwegerich ^ Auswahl
(Aderblatt, Aderkraut, Schafzunge, Wegetritt, Siebenrippe)

Der bis zu 40 cm hohe kahle bis schwach behaarte Spitzwegerich zählt zur Familie der Wegerichgewächse. Der ausdauernde Wurzelstock ist mit zahlreichen Faserwurzeln besetzt. Er treibt eine grundständige Rosette, deren aufrechte, lanzettlichen, 2-4 cm breiten und bis 30 cm langen Blätter zum Grund hin verschmälert sind und in einen breiten, scheidenförmigen, wollig behaarten Blattstiel übergehen. Sie sind drei- bis siebennervig, ganzrandig oder entfernt gezahnt. Die kleinen Blüten stehen zunächst in kugelförmigen, später walzenförmigen, lang gestielten Ähren auf einem blattlosen fünffurchigen Stiel. Die Blüten besitzen ein trockenhäutiges Tragblättchen. Sie bestehen aus einem dreiblättrigen, ebenfalls trockenhäutigen, braunen Kelch, mit behaartem Kiel und vier winzigen, zu einer bis 3 mm langen Röhre verwachsenen, weißen bis bräunlichen Kronblättchen. Außerdem hat jede Blüte vier (zur Blütezeit weit heraushängende) Staubblätter und einen winzigen, zweifächrigen Fruchtknoten. Die untersten Blüten einer Ähre blühen zuerst, indem sie den dann befruchtungsfähigen Griffel herausschieben, der Griffel wird bestäubt, und erst dann werden die Staubbeutel der Blüte geöffnet. So ist eine Selbstbestäubung ausgeschlossen. Die Frucht ist eine zweisamige, sehr kleine Deckelkapsel.

Wirkung
Die Arznei wirkt Reiz mildernd, adstringierend (zusammenziehend) und antibakteriell.

Anwendung
Innerlich: Katarrhe der Luftwege, entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Äußerlich: Entzündliche Veränderungen der Haut.

Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zur inneren und äußeren Anwendung.

Wirkstoff/Droge
Spitzwegerichkraut, bestehend aus den zur Blütezeit geernteten, frischen oder getrockneten Teilen sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Spitzwegerichkraut enthält Schleimstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe und Kieselsäure.









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Tausendgüldenkraut ^ Auswahl
Die tonisierende Wirkung ist sehr deutlich, kommt aber erst bei längerer Anwendung richtig zum Tragen. Anwendung in der Rekonvaleszenz, zur Anregung des Sympathikus, zur Förderung der Magensaftbildung und Magenbeweglichkeit.







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Wegwarte ^ Auswahl
Die Gemeine Wegwarte ist eine bis zu 1 m hoch wachsende, ausdauernde Staude, mit leuchtendblauen Blüten, die aus den Blattachseln wachsen. Sie besitzt einen rauhaarigen, kantigen Stängel, der aus einer bis tief in die Erde reichenden Pfahlwurzel wächst. Die Blätter sind im unteren Stängelbereich größer und grob gesägt, im oberen Bereich lanzettlich und sitzend.

Wirkung
Die Droge wirkt anregend auf die Magensaft- und Gallensekretion.

Anwendungsgebiete
Bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen (Verdauungs-) Beschwerden. Bei Magen- und Gallenerkrankungen hat sich vor allem der Saft, aus frischen Blüten gepresst, bewährt. Man kann 3 x täglich einen Esslöffel voll einnehmen, mit Wasser oder Milch verdünnt. Tee von Blüten und Blättern regt die Leberfunktion an. Tee vom Kraut empfiehlt sich zur Reinigung von Lunge, Leber und Nieren Beide Tees werden als Aufguss von 3 g Droge auf 1 Tasse kochendes Wasser zubereitet. Tee aus der zerschnittenen Wurzel hilft bei Magen- und Darmbeschwerden.

Besondere Hinweise
Die Droge bei Gallensteinleiden nur in Rücksprache mit einem Behandler anwenden. Gegenanzeigen sind Allergie gegenüber Wegwarte und anderen Korbblütern.

Wirkstoff/Droge
Wegwartenwurzel und Wegwartenkraut aus der Wurzel und dem Kraut in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Fructan Inulin (freie Fruktose), Bitterstoffe und Cichoriumsäure (Dicaffeeoylweinsäure).










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Wermutkraut ^ Auswahl
Wermut / Kräuterlikör "Mutters Bester Tropfen" (Gemeiner)

Wermut od. Wermutkraut (Artemisia absinthium L.), auch Bitterer Beifuß oder Alsem, ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia, in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Wirkung
Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), cholagog (galletreibend), blutreinigend, Magen stärkend, Harn fördernd und Schweiß treibend. Sie fördert die Magensaftsekretion.

Nebenwirkung
Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen. Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl, Blähungen. Art der Anwendung Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise
In großen Dosen kann das ätherische Öl toxisch wirken.

Wirkstoff/Droge
Angelikawurzel, bestehend aus den getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcken sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält ätherisches Öl, Cumarin und Cumarinderivate.





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