

Als junge Frau, die sich der Natur sehr verbunden fühlte, begann Josefa Dossenbach mit den verschiedensten heimischen Kräutern, die ihr die Natur bot, zu experimentieren. Es fanden sich immer neue Zutaten mit deren natürlichen Kräften sie eines Tages eine Mixtur gefunden hatte, die nicht nur neu war und gute Wirkung versprach, sondern zu all dem auch noch sehr gut schmeckte.
Die Mixtur bekam den Namen "Hiddigeigei", nach dem gleichnamigen schwarzen Kater aus der 1854 verfassten Versnovelle „Der Trompeter von Säckingen“ des Schriftstellers Joseph Viktor von Scheffel. Der Name sollte nämlich einen Bezug zur Geburtsstätte der Rezeptur herstellen.


Durch die häufigen Besuche bei ihrem Bruder, der in St. Blasien das Hotel „Zum Hirschen“ führte, entwickelte sich zwischen Josefa und dem damaligen Großherzog von Baden eine freundschaftliche Beziehung, da dieser des öfteren im „Hirschen“ zu Gast war, während er im Sommer in St. Blasien weilte. Von der Wirkung und dem Geschmack des Hiddigeigei war auch der Großherzog sehr angetan und so geschah es, daß er Josefa bzw. der Fa. BADO schließlich den Titel des Hoflieferanten verlieh.


Selbst während der Kriegswirren verstand es Olga mit ihrem Mann Josef die Geschäfte klug und erfolgreich weiter zu führen und sie entwickelten das Unternehmen zu einem internationalen Großhandel für hochwertige Destillate.


Während Josef Mutter im Außendienst und vorwiegend von Säckingen aus agierte, führte seine Frau Olga die Mainzer und Göttinger Betriebe.


Im Jahr 1944 wurde der Mainzer Betrieb MAWELI völlig ausgebombt. Olga Mutter ging entgültig zurück nach Säckingen, um von dort u.a. die MAWELI wieder aufzubauen. Die Bemühungen dauerten bis in die 50iger Jahre, bevor sich die Familie entschloss, den Mainzer Betrieb MAWELI aufzugeben.


Diese wollte er erhalten, das war ihm sehr wichtig, weil der „Hiddigeigei“ sich immer größter Beliebtheit erfreut hatte und selbst bei den Mitarbeitern der Brennerei stets eine große Nachfrage erzeugt hatte. Wichtig und von noch größerem Interesse wurde es für ihn, wenigstens einen kleinen Teil der Familien-(Spirituosen-) Geschichte in die Zukunft zu retten, nachdem die anderen Betriebe nach und nach verkauft oder stillgelegt wurden und damit viele der Rezepturen verloren und vom Markt gingen.
So kam es dazu, daß Walter Mutter in Mainz die Werbung und den Vertrieb des „Hiddigeigei“ übernahm, während die Herstellung bis in die 60iger Jahre von Säckingen ausging. Seit Ende der 50iger Jahre wird die inzwischen verfeinerte und der Zeit angepasste Rezeptur des "Hiddigeigei" von Mainz aus unter dem Namen "Mutter’s Bester Tropfen" vertrieben, doch in Wirkung und Geschmack ist es noch immer ein "Hiddigeigei".


(Bild: Barbara Giloi – Vivian Giloi – Andrea Socha)

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